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Louisenberg in Gauernitz, ein Ort mit Geschichte und Geschichten

Seit 1650 steht das Weinberghaus.  Mit weitem Blick ins Elbtal, über Dresden bis zum Elbsandsteingebirge.

Louise Johanna Sophie Gräfin von Bylandt-Palstercamp, die am 3. Oktober 1767 den Sächsischen Staatsmann Friedrich August von Zinzendorf heiratete, gab dem Ort 1783 seinen Namen. Der Familie gehörte einige Zeit das Schloss Gauernitz und umliegender Flur. Neben dem Louisenberg erinnert ein Denkmal auf der Gauernitzer Elbinsel an die schöne und gescheite Gräfin.

Über Jahrhunderte bewohnten Weinbauern das Haus in der Zeit der Rebenreife. In den 1880er Jahren erreichte die Reblaus Sachsens Weinberge und der Anbau kam bald vollständig zum Erliegen. Der ursprünglichen Bestimmung beraubt, liess sich die Tochter des neuen  Schlossherren von Gauernitz,  Anfang des vergangenen Jahrhunderts, das Haus als kleines Sommerrefugium herrichten. Nicht lange, dann zog sie von hier weg. Später kamen Aus- und Umsiedler  und nach der Bodenreform, der Schäfer Paul Huth und seine Gattin. Bis Anfang der 1960er ohne Strom und bis zu ihrem Ableben, rund 30 Jahre später, auch ohne fliessendes Trinkwasser. Aus heutiger Sicht schwer vorstellbar.
Dann stand das Haus ein paar Jahre leer.

1993 entdeckt, sofort verliebt und 1995 endlich, ein Tag vor Weihnachten, konnten wir die kleine Ruine von der Treuhand übernehmen und wieder beleben. Mit klarer Vision und Liebe, viel Kraft, einer ordentlichen Stange Geld, unzähligen Freunden und einer wunderbaren Nachbarin mit ihren Söhnen.

Auf dem Hang vor dem Haus, neben dem steinalten Mispelstrauch, grast heute eine kleine Schafherde. Streuobstwiesen mit traditionellen Obstsorten säumen die Einfahrt. Ein kleiner Gewürzgarten um die Ecke. Duftende Rosen und Wein ranken an den Mauern empor. In der geschützten Südost Ecke, auf alten Ziegeln, stehen Bank und Tisch für ein entspanntes Frühstück im Freien.

Noch einmal herzlich willkommen!

Es wird Ihnen hier garantiert gefallen!

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